Dieser Überblick wurde mit KI-Unterstützung recherchiert sowie redaktionell überarbeitet und geprüft.
Suche & SEO
Bing zeigt Lücken in der KI-Suche. Seit dem 13. Oktober gibt es in den Bing Webmaster Tools den Bericht „Topics Portfolio“ (Beta). Er ordnet die Suchanfragen, zu denen eine Website in KI-Antworten zitiert wird, nach Themen und zeigt Suchanfragen, bei denen andere Websites zitiert werden, die eigene aber nicht.
Mehr Links in AI Mode und AI Overviews. Am 15. Oktober kündigte Google mehr Links zu Websites in AI Mode und AI Overviews an. Dazu kommen eigene Bereiche für offizielle Websites und Nachrichten-Karussells.
Ein Opt-out gegen KI-Training für alle. Am 30. Oktober kündigten Google und OpenAI an, ein gemeinsames Signal in der robots.txt zu beachten: Ein einziger Eintrag soll das Training von KI-Modellen bei allen teilnehmenden Anbietern ausschließen. Der Standard entsteht bei der IETF. Google will ihn 2027 unterstützen, OpenAI in den kommenden Monaten.
Bing zieht nach und trennt Training von KI-Antworten. Am selben Tag kündigte Bing an, das gemeinsame Signal ab 1. Februar 2027 zu beachten. Zusätzlich führt Bing ein eigenes Meta-Tag ein, mit dem sich die Nutzung für KI-Antworten getrennt vom Training sperren lässt. Die Platzierung in der Bing-Suche bleibt davon unberührt, in KI-Antworten werden solche Seiten laut Bing aber weniger sichtbar. Wer bisher NoArchive oder NoCache nutzt, sollte bis 1. März 2027 umstellen.
Content
Google: KI-Texte von Hand prüfen. Am 7. Oktober überarbeitete Google seinen Leitfaden zu KI-generierten Inhalten. Er stützt sich jetzt auf die Richtlinien für Googles Qualitätsbewerter und betont: Alle KI-Inhalte sollten vor der Veröffentlichung von Hand auf Richtigkeit und Glaubwürdigkeit geprüft werden.
ChatGPT-Texte bekommen ein Wasserzeichen. Wegen neuer EU-Regeln versieht OpenAI laut Ankündigung vom 5. Oktober geeignete Textausgaben aus ChatGPT und Codex in der EU in den kommenden Wochen mit einem unsichtbaren Wasserzeichen. Das Wasserzeichen hat Grenzen: Werden 25 % der Wörter durch Synonyme ersetzt, sinkt die Erkennungsrate laut OpenAI auf 17 %.
Werbung
Google Ads: Kanäle priorisieren. Am 14. Oktober kündigte Google an, dass Werbetreibende Kanäle wie das Displaynetzwerk künftig als hohe oder niedrige Priorität einstufen und für niedrig priorisierte Kanäle Budgetgrenzen setzen können. Die Funktion kommt in den nächsten Monaten weltweit. Wer in Suchkampagnen das Displaynetzwerk nutzt, sollte es auf „niedrige Priorität“ mit 50 % Budgetanteil setzen, sobald die Funktion im Konto auftaucht. Ab Februar 2027 verteilt Google das Budget sonst anders als bisher.
Werbung im AI Mode in zehn weiteren Ländern. Am 28. Oktober brachte Google Anzeigen im AI Mode unter anderem nach Australien, Kanada und Indien, Großbritannien soll noch 2026 folgen. In den USA erscheinen Anzeigen jetzt auch bei Folgefragen. Deutschland, Österreich und die Schweiz sind noch nicht dabei.
ChatGPT Ads wächst auf 89 Länder. Seit dem 21. Oktober läuft ChatGPT Ads in 26 weiteren Ländern, insgesamt in 89. Laut OpenAI haben bereits über 100.000 Werbetreibende die Plattform genutzt. Am 5. Oktober hatte OpenAI zudem ein neues visuelles Anzeigenformat und erweiterte Messmöglichkeiten vorgestellt.
Meta macht aus Bildern Videos. Auf der Advertising Week New York stellte Meta am 6. Oktober neue KI-Werkzeuge vor: In Advantage+ creative erstellt KI aus vorhandenen Bildern Videos, die Funktion ist jetzt allgemein verfügbar. Metas KI-Assistent für Unternehmen merkt sich außerdem frühere Kampagnen. Wer seinen Empfehlungen folgt, erzielt laut Meta im Schnitt 5 % mehr Conversions bei gleichen Kosten.
Shopping
ChatGPT: Kleidung virtuell anprobieren. Seit dem 1. Oktober bietet ChatGPT laut Release Notes bei Kleidung und Accessoires eine virtuelle Anprobe: Aus einem Selfie erstellt ChatGPT ein Bild mit dem Produkt. Produkte lassen sich zudem als Favoriten speichern.
Shopify öffnet Shops für KI-Agenten. Mit der Fall '26 Edition vom 28. Oktober öffnet Shopify Katalog, Warenkorb und Checkout für KI-Agenten, jeder Shop ist damit automatisch agententauglich. Die Shopify-Connectors laufen mit neun Agenten, darunter ChatGPT, Claude, Copilot, Gemini und Perplexity.
Neue KI-Modelle
Anthropic: Claude Haiku 5.5. Am 7. Oktober erschien Claude Haiku 5.5, laut Anthropic das günstigste, schnellste und leistungsfähigste kleine Modell des Unternehmens. Es ist für große Mengen einfacher Aufgaben wie Zusammenfassungen oder Kundenservice gedacht und kostet nur noch etwa ein Viertel seines Vorgängers. Seit dem 6. Oktober arbeitet Claude als Beta direkt in Google Docs, Sheets und Slides.
OpenAI: GPT-6 für alle. Seit dem 7. Oktober antwortet ChatGPT im Chat mit GPT-6: in den Bezahltarifen mit GPT-6 Sol, in Free und Go mit GPT-6 Luna. Antworten können jetzt Diagramme, Formulare und kleine interaktive Anwendungen enthalten, bei Websuchen kommt die Antwort laut OpenAI im Schnitt 44 % früher. Am 26. Oktober folgte GPT-6.1 Terra für Büro- und Computeraufgaben wie das Ausfüllen von Formularen: Bei der Computerbedienung erreicht es laut OpenAI das Niveau von GPT-6 Astra, kostet aber nur ein Zehntel.
Google: Gemini 4 Argon allgemein verfügbar. Googles Spitzenmodell Gemini 4 Argon ist seit dem 13. Oktober allgemein verfügbar, auch im AI Mode für Abonnenten von Google AI Pro und Ultra. Laut Google ist es besonders stark bei anspruchsvoller Arbeit in Programmierung, Finanzen, Recht und Wissenschaft.

Verfasst von
Deniz Baglar
Co-Geschäftsführung bei Raven & Fox
Deniz verantwortet bei Raven & Fox SEO, SEA, Content-Marketing und Webdesign. Seit vielen Jahren macht sie Firmen im DACH-Raum digital sichtbar – vom Start-up bis zum international tätigen Unternehmen. Ihr Wissen gibt sie in Lehraufträgen an Fachhochschulen, in Praxiskursen und in Kundenschulungen weiter.
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